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Annalena Maas, geboren in Saarbrücken, machte ihren Bachelor in Germanistik an der Universität Hamburg und arbeitet während ihres Studiums an verschiedenen Hamburger Bühnen. Wie dem Altonaer Theater und auf Kampnagel. Nach ihrem Abschluss assistierte sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter anderem für Dusan Parizek, Roger Vontobel, Karin Henkel und Jan Philipp Gloger.

Sie studierte Regie an der Theaterakademie August Everding. Ihr Diplom machte sie 2017 am Stadttheater Ingolstadt mit „Terror“. Außerhalb ihres Studiums inszenierte sie im Rahmen von EigenArten die Oper „Arsenikblüten“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ an den Kammerspielen Wiesbaden. „Frankenstein“ am Theater Salz und Pfeffer in Nürnberg und „If dogs run free“ am Theater Augsburg sowie „Baumarkt lockere Schreibe“ eine Stückentwicklung von Menschen mit körperlichen Behinderungen im kreativ Labor der Pfennigparade München.

Sie liebt den magischen Realismus und sucht in ihren Inszenierungen stets die Magie im Alltag verbunden mit dem großen Effekt.

Terror

von Ferdinand von Schirach

Premiere: 19.05.17 // Theater Ingolstadt

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie: Rebecca Reuter

Kostüm: Elena Fries

Vorsitzende: Victoria Voss

Angeklagter Lars Koch: Marc Schöttner

Verteidiger Biegler: Enrico Spon

Staatsanwalt Nelsen: Peter Polgar

Christian Lauterbach: Michael Amelung

Franziska Meiser: Mira Fajfer

 

»Maas schätzt Präzision. Und weil Maas den Text klug gestrafft hat und ihre Schauspieler mit der gleichen Klugheit führt, fühlt man sich oft genug in eine reale und höchst brisante Gerichtsverhandlung versetzt. So muss Theater sein.«

Donau Kurier

„Bleibt bei Ihnen noch etwas vom Menschen übrig? Ist er noch Mensch, wenn wir ihn nur als Teil einer Waffe begreifen?

Muss Menschsein uns nicht viel mehr bedeuten?“

Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, schoss ein mit 164 Passagieren besetztes Zivilflugzeug der Lufthansa ab, das von einem mutmaßlich islamistischen Terroristen entführt worden war. Der Terrorist hatte gedroht, das Flugzeug in die mit 75 000 Besuchern ausverkaufte Allianz-Arena zu lenken. Die Verteidigungsministerin gab, einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts folgend, das Flugzeug nicht zum Abschuss frei. Koch setzte sich eigenmächtig über dieses geltende Recht hinweg – und brachte die Passagiermaschine zum Absturz. Keiner der 164 Passagiere überlebte. Dafür muss er sich nun verantworten.

Ferdinand von Schirach belässt es nicht bei der Gerichtsverhandlung, in der Staatsanwalt und Verteidigung moralische Fragen erörtern, um die Würde des Menschen und rechtsstaatliche Prinzipien diskutieren und darüber, ob Leben gegen Leben abgewogen werden darf. Er vermengt juristische und philosophische Fragen – und macht daraus ein Gesellschaftsspiel im wahrsten Sinne des Wortes. Lässt das Publikum entscheiden, indem er sie in seiner Gerichtsshow zu Schöffen macht. Sie allein sind es, die das Urteil über den Angeklagten fällen.

If dogs run free – ein theatrales Konzert

Nach Motiven von Jack Kourac und Interviews mit Augsburger BürgerInnen

Premiere:7.10.2016 // Theater Augsburg

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie: Tobias Vogt

Musik: Dominik Scherer

Spiel: Thomas Prazak

„Wohin? Ja, wohin? Was ist da? Ja, Moment, also das möchte ich jetzt nicht so stehen lassen – ich hab eine Verantwortung als Mensch, ich hab eine Verantwortung als Mensch und zwar der Menschheit gegenüber. Wie kann ich einfach aussteigen?“

 

Erfolg, Selbstoptimierung, Freiheit, vegan, Mut, bedingungsloses Grundeinkommen, du bist was du isst, Tesla, Subversion – Antworten gibt es genug – aber was war nochmal die Frage? Wir gehen raus. In unsere Stadt. In unsere Playlist. Basierend auf Gesprächen mit Augsburger Bürgern und mit der musikalischen Unterstützung durch den Augsburger Allroundmusiker Dominik Scherer nehmen wir das Leben unter die Lupe. Trambahnfahren ohne Hose. Schnittlauch für den Salat und dazwischen kurz die Welt verstehen.

Frankenstein – Musiktheater

Frei nach Mary Shelley. In einer Fassung von Annalena Maas und Valentina Scharrer

Premiere: 24.06.2016 // Theater Salz und Pfeffer in Kooperation mit dem Studiengang Regie der Theaterakademie August Everding/ Hochschule Musik und Theater München (Studiengangsleitung: Prof. Sebastian Baumgarten)

Regie: Annalena Maas

Komposition: Julian Habryka

Dramaturgie: Valentina Scharrer

Video / Kostüme: Florian Schaumberger

Bühne: Lucas Groß

Figurenbau: Peter Lutz

Spiel: Wally Schmidt, Paul Schmidt

Cello: Nico Nesyba

„Es ist eine berührende Geschichte, die das Trio unter der Regie von Annalena Maas auf die Bühne bringt – und an deren Ende das Monster, einsam, gebrochen und seiner eigenen Abscheulichkeit müde, zu Grabe getragen wird.“ Nürnberger Nachrichten

„Ich habe alles verloren und keinen Mut mehr, von vorn anzufangen. Und doch muss ich von meinem Verbrechen berichten, damit es sich niemals wiederholt.“

Wohin führt übertriebener Ehrgeiz? Ist der Erfinder oder sind wir für eine Erfindung verantwortlich? Wann werden wir zum Mörder? All das sind Fragen, die Mary Shelleys Bestseller „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ (erscheint erstmals 1818) aufwirft. Puppenbauer*innen fertigen mit ihrer Kunst neue „Menschen“, die dann durch den/die Puppenspieler*in zum Leben erwachen und im besten Falle auf der Bühne als scheinbar eigenständige Wesen agieren. Wenn sich also nicht ein Figurentheater des Themas annimmt, wer dann?

Das Tagebuch der Anne Frank

Premiere: 8.10.15 // Freie Produktion an den Kammerspielen Wiesbaden

Regie: Annalena Maas

Anne Frank: Elinor Eidt

„Der Respektvolle Umgang mit diesem bekannten Werk zeichnen den Abend aus. Feinfühlig, intelligent und ohne falsche Scheu inszeniert Annalena Maas diesen schweren Stoff so leicht als hätte sie mit Anne selbst Rücksprache halten können. Der Respektvolle Umgang mit diesem bekannten Werk zeichnen den 

Publikum ist tief berührt. Am Ende des Stückes herrscht ergriffene Stille und wird von verdienten begeisterten Applaus abgelöst.“ Rhein Zeitung

„Ich glaube nicht, dass der Krieg nur von den Großen, von den Regierenden und Kapitalisten gemacht wird. Nein, der kleine Mann ist ebenso dafür. Sonst hätten sich die Völker doch schon längst dagegen erhoben!“

Annes Tagebuch ist Zeugnis von Mut und Hoffnung.  Eindrücklich schildert es, welche Folgen Fremdenhass haben kann. Die Regisseurin Annalena Maas und die Schauspielerin Elinor Eidt erarbeiten ein Theaterstück für Bühne und Klassenzimmer, das gerade auch durch die Nähe zur Schauspielerin seine mitreißen­de und vielschichtige Wirkung entfalten kann.

Weiße Wüste – UA

Eingeladen zum Körber Festival 2015

Von Laura Schubert

Premiere: 21.04.15 // Theaterakademie August Everding/ Akademietheater

Projekt des 3.Jahrgangs Regie der Theaterakademie August Everding / Hochschule für Musik und Theater München

(Studiengangsleitung: Prof. Sebastian Baumgarten)

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie: Antonia Tretter

Bühne und Kostüm: Bettina Kirmair

Eliot: Simon Heinle

Funny Bunny: Leonie Merlin Young

„Ich bin begeistert von diesem Stück, so wie die meisten. Es kommt an. Alles passt irgendwie zusammen. Man hat das Gefühl als junger Mensch verstanden worden zu sein. Ich hätte niemals gedacht so etwas hier zu finden“ junge Bühne

 

„Ich verabschiede mich an dieser Stelle ganz herzlich und ziehe mich zu mir selbst zurück.“

Wir sind die Generation der Freiheit. Können alles schaffen wenn wir nur wollen.
Basierend auf diesem Gefühl der absoluten Freiheit und Freigeistigkeit. Entwickelt sich jedoch eine neue Art der Depression. Der Wunsch gegen etwas zu sein wird unerreichbar wenn es ein Gegen nicht mehr gibt. Diese Form der Depression ist es die es zu untersuchen gilt. Warum ist gerade die Generation der gehobenen Mittelschicht, die Söhne und Töchter der Zeit-lesenden und Grünen-Wählende Eltern, denen Astrid Lindgren vorgelesen und pädagogisch sinnvolles Spielzeug geschenkt wurde, warum sind gerade diese jungen Hoffnungsträger unserer Gesellschaft in einem Gefühl der Hilflosigkeit und der Orientierungslosigkeit vereint? Warum fehlt es gerade diesen überprivilegierten Individuen an einer Notwenigkeit in ihrem Dasein?

Arnsenikblüten – Oper in drei Teilen

Von Danielle Sarera

Premiere: 18.07.14 freie Produktion realisiert durch Unterstützung der Theaterakademie August Everding, des evangelischen Studienwerk Villigst, des Mexikanischer und Deutscher Kreis Bayern e.V. und der Gemeinde St. Lukas.

Komposition: Diana Syrse

Musikalische Leitung • Dirigent: Johannes Buxbaum

Inszenierung: Annalena Maas

Video & Visuelles Konzept: Florian Schaumberger

Musikalische Assistenz: Tom Smith

Theologische Mitarbeit: Anne Gilly

Schauspiel: Sara Tamburini

Soprano 1: Dora Garcidueñas

Soprano 2: Diana Syrse

Mezzosoprano: Lorena Madrid

Flöte: Serena Aimo

Orgel: Michael Sattelberger

Synthesizer: Tom Smith

Es singt der Isura Madrigal Chor unter der Leitung von Johannes Buxbaum

„Ich bin Christus ebenbürtig und ihr werdet mir das glauben müssen! Eine neue Ära beginnt am Ende meiner Raserei und sie wird von der Herrlichkeit der Steine sein. Glaubt mir, ich habe nie gehandelt ohne Segen zu bringen.“

Die junge Danielle kommt in eine Kirche. Ihr Leben hat sich durch ein traumatisches Erlebnis grundlegend verändert, und so sucht sie am Ort ihres Glaubens nach Hilfe. Doch statt klare Antworten zu finden, lernt sie neue Ebenen ihrer eigenen Persönlichkeit kennen. Dadurch wird ihre Auseinandersetzung mit Gott zu einer Auseinandersetzung mit ihrem Glauben und führt schließlich zu einer Suche nach einem neuen Lebensweg.
In der Oper ARSENIKBLÜTEN folgt das junge Künstlerkollektiv den Spuren der Protagonistin, um das Verhältnis von Glaube und Zweifel sowie von Sakralem und Profanem auszuloten.

Helges Leben

Eingeladen zu den bayrischen Theatertagen 2013

Von Sybille Berg

Premiere: 3.10.12 // Theaterakademie August Everding/ Akademiestudio

Projekt des 1.Jahrgangs Regie der Theaterakademie August Everding / Hochschule für Musik und Theater München (Studiengangsleitung: Prof. Cornel Franz)

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie: Benedikt Stampfli

Bühne: Marta Pinsker

Kostüm: Lisa Geller

Maske: Isabella Krämer und Stella von Senger

Helge: David Lindermeier

Helges Vater + Tapir + Tinas Angst + Krankenpfleger: Simon Heinle

Helges Mutter + Reh + Tina + Krankenschwester: Anna-Yael Ehrenkönig

Helges Angst + Schnapphamster: Leonie-Merlin Young

Frau Gott: Theresa Martini

Tod: Sara Tamburini

“It’s a livin‘ thing,

It’s a terrible thing to lose”

Die unbekannte Zukunft. Die Menschen haben sich ausgerottet, die Tiere regieren die Welt. Frau Gott ist zur Dienstleisterin verkommen, die auf Bestellung Leben erschafft. Aus therapeutischen Gründen muss die Familie Tapier ein „normales kleines Menschenleben“ mit erleben. So wird Helge erschaffen. Im Zeitraffer spult sich seine Biographie ab. Helge scheitert nicht an schweren Schicksalsschlägen, sondern erschreckend banal am fehlenden Mut zu Entscheidungen, an Lieblosigkeit und Dumpfheit. „Eine böse, kleine, saukomische Fabel, in der Zivilisationskritik und Zynismus, Szenejargon und Scheinheiligkeit in den schrillsten Farben blinken.“ (FAZ)

Elektra – Orest ist tot

Stückentwicklung nach Motiven von Sophokles und Hoffmannsthal

Premiere 22.07.2012 // Theaterakademie August Everding/ Akademiestudio

Projekt des 1.Jahrgangs Regie der Theaterakademie August Everding / Hochschule für

Musik und Theater München (Studiengangsleitung: Prof. Cornel Franz)

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie: Theresa Seraphin

Bühne: Clemens Lehmann

Elektra: Elinor Eidt

Chrysothemis: Ines Hollinger

„Es waren 4 Königskinder die hatten einander so lieb. Ein Opfer gefordert von göttlicher Macht ein Leben für einen Sieg“

Elektra und Chrysothemis warten auf die Rettung die nie kommt. Gefangen in einer Unzeit zur Hoffnung und Untätigkeit gezwungen, verschreibt sich Elektra der Rache und dem Wahnsinn, Chrysothemis hingegen sucht nach einem Ausweg aus dem aufgezwungenen Rollen Model. Der Konflikt der Schwestern führt zu extremen Entscheidungen für Beide. Chrysothemis die den Neuanfang im Unbekannten wagt und Elektra die sich in den Wahn flüchtet.