Reißen wir die Mauern im Kopf ein!

Die heutige Arbeitsrealität stellt Unmengen an Herausforderungen an das moderne Unternehmen, die weit über fachliche Kompetenz hinausgehen. Unternehmen brauchen Persönlichkeiten um agil zu agieren und dauerhaft zu wachsen.

In der Vergangenheit wurde aber gerade die Persönlichkeit der Mitarbeiter von den Unternehmen vernachlässigt. Doch gerade in der Individualität der Mitarbeit liegt das größte Potenzial für den Arbeitgeber.

Der Begriff Personalentwicklung war bisher gleichzusetzen mit der Personalverbesserung. Mitarbeiter wurden nicht als Menschen, sondern als Bestandteil des Unternehmens gesehen und standen ebenso unter dem Zwang der Optimierung wie sämtliche anderen Vorgänge der Produktion. Optimierung ist jedoch ein Vorgang, der bei der Arbeitsleistung ansetzt und auch dort aufhört. Man möchte Schwächen verbessern. Nicht Persönlichkeiten entwickeln.

Wir sollten hingegen anfangen, Menschen als Persönlichkeiten anzunehmen. Der Mensch an sich ist, wie er ist und das ist gut. Schaffen wir also den Raum, den jeder Mensch, ganz individuell, benötigt, um zu wachsen und zu lernen, um seine Fähigkeiten entsprechend seiner ureigenen Persönlichkeit best-möglich zu entwickeln und so mit Freude, Kraft und Agilität zu arbeiten.

Es geht hierbei nicht um die Optimierung, sondern um das ureigene menschliche Bedürfnis, sich zu entwickeln und zu lernen.

Bei einem kreativen Prozess verlassen alle Teilnehmer ihre Komfort-Zone und betreten die Lern-Zone. Dies sieht für jeden Teilnehmer anders aus. Individuell sollen die einzelnen Menschen durch uns bei ihrem Weg auf neues Terrain begleitet werden. Hierbei beschreiten wir das Spannungsfeld zwischen den beiden Polen des Einzelnen und der Gruppe. Auf der einen Seite stehen das eigene Bedürfnis und die eigenen Fähigkeiten, die es zu erkennen und zu befriedigen gilt, auf der anderen Seite liegen das Projekt und die Gruppe. Wie muss ich funktionieren, damit das Projekt zum Erfolg wird? Oft gehen Arbeitnehmer davon aus, dass sie sich dem Projekt oder der Gruppe unterordnen müssen. Ihre eigenen Bedürfnisse und Erfahrungen hintanstellen, um dem „Großen“ zu dienen. Das gerade ist irreführend. Nur wer als Persönlichkeit weiß, was er möchte und was er kann, kann sich optimal in eine Gruppe einbringen. Und so erfüllt und gefördert das Ganze voran bringen.

Weg vom Druck hin zu Entwicklung!

Wo man unter Druck steht, ist persönliche Entwicklung weit entfernt. Schaffen wir also Raum für den Menschen. Für seine Persönlichkeit und seine individuellen Fähigkeiten. Im kreativen Prozess sieht man sich immer mit der Wahl der unendlichen Möglichkeiten konfrontiert. Egal, ob man vor der leeren Leinwand, dem unbeschriebenen Blatt Papier oder der kahlen Bühne steht. Was will ich tun und vor allem warum? Kreativität entsteht aus dem Persönlichen kombiniert mit dem Unvorhersehbaren. In neuen Situationen lernen wir neue Seiten an uns kennen, wir überraschen uns und andere. Im fiktiven Raum der Kreativität gibt es keine Grenzen. Spielerisch kann man neue Positionen und Handlungsweisen ausprobieren, ohne einen Misserfolg zu fürchten. Bauen wir also hierbei auf den systematischen Pfeilern der Agilität auf, welche somit zugleich Weg wie Ziel unserer Arbeit sind.